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Stress – Ursachen und Wirkung

was ist stress?

Stress kommt aus dem englischen und bedeutet: Druck, Anspannung. Einem Material wird Stress in Form von Belastung z. B. durch Gewicht zugefügt. So wird die Haltbarkeit von Materialien getestet. Bei Menschen führt Stress zu physischen und psychischen Reaktionen.

Führen Sie bei Sich einen „Stresstest“ durch:

  • Spüren Sie eine Weile in Ihren Körper hinein
  • Wie fühlen Sie sich?
  • Wo ist Ihr Körper entspannt?
  • Wo ist er angespannt?
  • Achten Sie auf Ihre Atmung

ursachen von stress in der steinzeit

Stress erlebten Menschen in der Steinzeit in lebensbedrohlichen Situationen (Bedrohung durch Feinde oder Naturkatastrophen). In so einem Moment ging es um Leben oder Tod, Fressen oder gefressen werden. Mit anderen Worten: Stress ist Angst.

ursachen von stress heute

Stress kann durch eine Reihe von Faktoren ausgelöst werden. Dazu gehören: Kälte, Hitze, Lärm, Konflikte, Angst, Befürchtungen, Schichtarbeit, Schlafmangel, Zeitmangel…

reaktionen auf stress

In dem Moment wo Stress ausgelöst wird, reagiert der Körper mit erhöhter Alarmbereitschaft. Es werden Biochemische Prozesse in Gang gesetzt, die für kurze Zeit besonders leistungsfähig machen und Empfindungen wie Schmerz oder Hunger in dem Moment dämpfen. Wenn der Körper Stress empfindet, schaltet er in einen Überlebensmodus. Das Ziel ist: Überleben. Was nicht zum Überleben wichtig ist, wird heruntergefahren.

folgen von stress in der steinzeit

Alles wird auf Kampf oder Flucht konzentriert. Die Atmung wird schneller, die Herzfrequenz steigt, das Immunsystem wird heruntergefahren, nicht lebenswichtige Körperteile werden weniger durchblutet.

folgen von stress heute

Der Stress, unter dem die meisten Menschen heute leiden ist in der Regel nicht akut lebensbedrohlich. Trotzdem reagiert der Körper wie vor zwei Millionen Jahren (Steinzeit-Genom), die gleichen Hormone werden ausgeschüttet, Atmung, Herzfrequenz, Durchblutung verändert sich und das Immunsystem wird heruntergefahren. Da es aber in den meisten Fällen nicht zur Flucht oder zu einem Kampf kommt, werden die Hormone im Körper nicht wieder abgebaut. Wird der Stress nicht auf andere Weise (z. B. durch Bewegung) wieder abgebaut, verbleiben die ausgeschütteten Hormone länger im Körper. Folgt neuer Stress, ohne dass Erholung stattgefunden hat, kann es zu Dauerstress kommen. Ein dauerhaft hoher Stresshormonpegel hemmt die Produktion Dopamin (ein Botenstoff, der im Belohnungssystem z. B. für Glücksgefühle zuständig ist), was langfristig zu Depressionen führen kann.

Leben in dauernder Alarmbereitschaft kann noch viele weitere physische und psychische Schäden hervorrufen, z. B.: häufige Infektionen, Herzerkrankungen, Tinnitus, Diabetes, Schlafprobleme, Magen-Darm-Probleme, Verspannungen, Rückenbeschwerden, Abbau von Gehirnmasse, Zeugungsunfähigkeit, Depressionen usw.

Panic Or Calm Signpost Shows Chaos Relaxation And Rest (Foto: Pixelio)

umgang mit stress

Nicht alle Menschen reagieren gleich auf Stress und Belastung. Stress ist nichts negatives. Er kann motivieren und dafür sorgen, dass eine ungewöhnliche Herausforderung aktiv und kreativ gelöst wird. Es gibt Menschen, die gut mit Stress umgehen können und die in der Lage sind, Stress auch wieder ab zu bauen und sich zu erholen (‚Erholungs-Kompetenz‘). Anderen fällt es schwer, aus der Stress-Situation wieder heraus zu kommen und den Stress abzubauen. Der Körper denkt auch nach Feierabend noch, dass eine lebensbedrohliche Gefahr besteht, obwohl der Kollege, mit dem es Streit gab, kilometerweit entfernt ist. Wer sich häufig gestresst fühlt, sollte überlegen in welchen Situationen der Stress auftritt („Stresstest“) und wie ungesunder Stress vermieden werden kann. Um Stress zu verringern, muss man ihn allerdings erst mal erkennen. Wenn dies der Fall ist, kann eine bewusste Entscheidung getroffen werden, ob die Herausforderung angenommen werden soll oder nicht. Eine wichtige Strategie zur Stress-Vermeidung ist die ‚Nein-Sage-Kompetenz‘. Auch wer bisher unter Stress leidet, kann lernen anders damit umzugehen.  Günstige Bedingungen zur Vermeidung von schädlichem Stress:

„Körperliche Aktivität, ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Pausen. Und ganz wichtig: Urlaube“ sagt Samuel Melamed, Mediziner an der Universität Tel Aviv. „Wertschätzung und ein stabiles emotionales Netzwerk“ … nicht zu viel „Fremdbestimmung“ nennt Isabella Heuser, Stressforscherin an der Charité, als wichtige Faktoren (Samiha Shafy, Wenn die Hirnmasse schrumpft, in Spiegel Wissen 1/2011, S. 33).

möglichkeiten stress abzubauen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Stress abzubauen. Bewegung im Freien, tanzen, laufen, jegliche Art von Bewegung oder Sport hilft dem Körper die ungenutzte Stressenergie wieder ab zu bauen, die in der Steinzeit in Kampf oder Flucht gebraucht wurden. Wichtig ist, dass auf Belastung auch Erholung folgt. Je größer die Belastung, umso größer wird auch der Erholungsbedarf.  Wer Schwierigkeiten damit hat, gedanklich aus der Stress-Situation heraus zu kommen, sollte üben sich zu entspannen und mit dem Gedankenkreisen aufzuhören. Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxion, Achtsamkeits-Übungen, Meditation, Focusing und Introvision sind einige von vielen Methoden um Entspannung zu lernen und Erholung zu üben.

einen gang runter schalten

Bei dieser Übung zum Stressabbau geht es um die Wahrnehmung. Im Alltag dreht sich ständig alles um Informationen, die möglichst schnell verstanden und verarbeitet werden müssen. Die Wahrnehmung ist mit Bedeutungen, Bewertungen und Prioritäten beschäftigt. Gönnen Sie sich eine Pause:

  • Versuchen Sie 2 Minuten nicht zu bewerten was Sie sehen und nicht darüber nachzudenken.
  • Versuchen Sie, die Dinge so wahrzunehmen, wie sie sind und nicht wie sie sein sollten.
  • Versuchen Sie, die Dinge „einfach“ nur wahrzunehmen. Kehren Sie zu Ihrer Wahrnehmung zurück, wenn Sie merken, dass Sie abschweifen. Nehmen Sie Ihre Haltung und Ihre Atmung wahr.
  • Wenn Sie merken, dass es alleine nicht so leicht ist, suchen Sie sich Unterstützung.

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